Auch wenn es draußen gerade erst herbstlich bunt wird, male ich mir schon aus, wie es sein wird, wenn der erste Schnee liegt: ein ruhiger Waldweg im Abendlicht, mein camelfarbener Mantel, dazu die cremefarbene Mütze und die passenden Fäustlinge. Ich liebe dieses Bild jetzt schon, und genau deshalb überlege ich mir bereits jetzt, wie meine Pflege rund um die kommenden Winterspaziergänge aussehen soll.
Denn kalte Luft und Wind sind für die Haut eine echte Herausforderung, gerade im Gesicht, an den Lippen und an den Händen. Mit ein paar einfachen Schritten vorher und nachher lässt sich das aber gut abfedern.
Ich stelle mir jetzt schon vor, wie die Luft nach dem ersten Schnee riecht, wie meine Schritte im Weiß leise knirschen und wie mir bei jedem Atemzug kleine Wolken vor dem Gesicht entstehen. Solche Bilder machen mir die grauen Herbsttage gleich ein bisschen leichter, und ich freue mich, die passende Pflege schon jetzt vorzubereiten.
Vor dem Spaziergang: Gesicht, Hände und Lippen eincremen
Bevor ich später im Winter losgehe, trage ich eine reichhaltige Creme auf Gesicht und Hände auf, am liebsten mit einer Formulierung, die extra Fett und Feuchtigkeit mitbringt. Ich gebe der Creme ein paar Minuten Zeit einzuziehen, bevor ich mich anziehe und nach draußen gehe, damit sie nicht direkt am Schal oder an den Handschuhen hängen bleibt. So bildet sich eine kleine Schutzschicht, bevor Kälte und Wind auf die Haut treffen.
Am Hals und an den Ohren, zwei Stellen, die ich sonst gerne vergesse, creme ich inzwischen bewusst mit ein. Gerade dort, wo der Schal endet oder die Mütze aufhört, ist die Haut dem Wind besonders ausgesetzt.
Meine Lippen bekommen vor jedem Winterspaziergang eine großzügige Schicht Lippenbalsam. Kalte, trockene Luft macht Lippen schnell rau, und ich stecke mir immer einen kleinen Balsam in die Manteltasche, um unterwegs noch einmal nachzucremen. Ein Tuch mit warmem Wasser zum sanften Abwischen der Lippen vorher hilft übrigens auch, falls sie schon leicht spröde sind.

Nach dem Spaziergang: sanft statt heiß
Wenn ich mit roten Wangen und kalten Fingern wieder nach Hause komme, ist die Versuchung groß, sofort unter eine heiße Dusche zu springen. Besser tut es der Haut aber, das Wasser nur mild-warm statt heiß einzustellen. Zu heißes Wasser kann die Haut zusätzlich austrocknen, gerade wenn sie durch die Kälte draußen schon beansprucht war. Danach creme ich Gesicht und Körper direkt wieder ein, solange die Haut noch leicht feucht ist – so zieht die Pflege besser ein.
Ich nehme mir für diesen Moment nach dem Spaziergang bewusst noch etwas Zeit, bevor ich mich wieder an den Schreibtisch oder auf die Couch setze. Das ruhige Eincremen fühlt sich fast wie ein kleiner Abschluss des Spaziergangs an, nicht nur wie ein weiterer Pflegeschritt.
Hände besonders verwöhnen
Die Hände stecken beim Spaziergang zwar in Fäustlingen, sind aber trotzdem oft als Erstes trocken und rau. Ich massiere danach eine reichhaltige Handcreme bis in die Nagelhaut ein und gönne mir dabei ein paar bewusste, ruhige Handbewegungen. Das fühlt sich fast wie eine kleine Massage an und ist ein schöner Abschluss für einen kalten Spaziergang.
Für unterwegs stecke ich mir außerdem eine kleine Tube Handcreme in die Manteltasche, falls die Hände zwischendurch aus den Fäustlingen müssen, etwa um ein Foto vom verschneiten Wald zu machen.

Meine kleine Routine für kalte Spaziergänge
- Vor dem Rausgehen Gesicht und Hände reichhaltig eincremen
- Lippenbalsam auftragen und für unterwegs einstecken
- Nach dem Spaziergang mild-warm statt heiß duschen oder waschen
- Direkt danach Gesicht und Körper erneut eincremen
- Handcreme bis in die Nagelhaut einmassieren
Ich freue mich jetzt schon darauf, mit dieser kleinen Routine gut vorbereitet in die ersten richtig kalten Tage zu starten.
Worauf freust du dich am meisten?
Liebst du lange Winterspaziergänge auch so sehr wie ich, oder bleibst du bei Kälte lieber drinnen? Und hast du einen Pflegetrick für rosige Wangen, den du mit mir teilen möchtest?


