Ein Abend nur für mich
Draußen wird es jetzt schon früh dunkel, und genau das nutze ich für eines meiner liebsten Herbstrituale: einen ruhigen Abend im Bad. Ich lasse die Wanne mit warmem, milchig schimmerndem Wasser volllaufen, streue ein paar Rosenblütenblätter hinein und zünde Kerzen an. In meinem kuscheligen cremefarbenen Waffelbademantel stehe ich noch einen Moment neben der Wanne, ein Glas rosafarbenes Badesalz in den Händen, bevor ich eintauche. Zwischen ein paar Zimmerpflanzen und dem sanften Licht fühlt sich mein Bad in solchen Momenten an wie eine kleine Auszeit von der Welt da draußen.
Ich mag diesen Moment, kurz bevor ich ins Wasser gleite, fast am meisten: das Kerzenlicht, das über die Fliesen tanzt, der leise Duft von Rosen, die Stille, die sich langsam über den Raum legt. Für ein paar Minuten gibt es nichts zu erledigen, nichts zu planen, nur diesen Augenblick, und genau darauf freue ich mich an solchen Abenden schon den ganzen Tag über.

Warum mir dieses Ritual gerade jetzt guttut
Die Tage werden kürzer, der Kopf ist nach Herbsttagen oft genauso voll wie im Sommer, nur dass draußen weniger Licht bleibt, um abzuschalten. Ein warmes Bad ist für mich der einfachste Weg, bewusst langsamer zu werden. Es ist kein aufwendiges Programm, sondern eher eine Erlaubnis an mich selbst, für eine Weile nichts tun zu müssen, nur da zu liegen, die Wärme zu spüren und den Duft von Rose und Kerzenwachs wahrzunehmen.
Gerade jetzt, wo draußen schon die ersten kalten Abende beginnen und ich mich innerlich schon auf den Winter einstelle, brauche ich solche bewussten Ruhepausen noch mehr als im Sommer. Ein Bad ist für mich fast wie ein kleiner Übergang zwischen dem Tag und dem Abend, ein Moment, in dem ich alles Hektische ablegen kann.
Das brauche ich für mein kleines Wellness-Ritual
- Einen milden Badezusatz oder etwas Milch für ein weiches, wohlig warmes Badewasser.
- Ein paar Blütenblätter oder getrocknete Blüten, die einfach schön aussehen.
- Mehrere Kerzen für ein warmes, ruhiges Licht statt heller Deckenlampe.
- Ein flauschiges Handtuch und meinen Bademantel griffbereit am Wannenrand.
- Eine reichhaltige Körperpflege für danach, wenn die Haut noch leicht feucht ist.
- Etwas ruhige Musik oder einfach Stille, ganz ohne Bildschirm in Reichweite.

So gestalte ich meinen Badeabend
Ich beginne damit, mein Telefon bewusst in einem anderen Zimmer liegen zu lassen, das allein verändert schon, wie ruhig so ein Abend wird. Während die Wanne volläuft, zünde ich die Kerzen an und lege mir alles bereit, was ich danach brauche, damit ich nach dem Bad nicht mehr suchen muss. Im warmen Wasser bleibe ich einfach eine Weile liegen, ohne festes Programm, manchmal mit geschlossenen Augen, manchmal mit einem Buch in Reichweite.
Danach tupfe ich meine Haut nur sanft trocken, statt sie trockenzurubbeln, und trage direkt im Anschluss eine reichhaltige Creme oder ein Körperöl auf, solange die Haut die Pflege noch besonders gut aufnimmt. Zum Schluss ziehe ich meinen Bademantel über, mache es mir mit einer Tasse Tee auf dem Sofa gemütlich und lasse den Abend bewusst ruhig ausklingen, statt gleich wieder zum Handy zu greifen.
Manchmal kombiniere ich das Bad noch mit einer kleinen Gesichtsmaske oder einem Peeling, wenn ich besonders viel Zeit habe. Meistens reicht mir aber schon das ruhige Liegen im warmen Wasser, um mich spürbar zu entspannen, ganz ohne zusätzliches Programm.
Eine Einladung zum Innehalten
So ein Badeabend kostet mich keine große Vorbereitung, aber er schenkt mir jedes Mal ein bisschen Ruhe, die ich mit in die nächsten Tage nehme. Gerade jetzt, wo der Herbst uns spürbar in gemütlichere Zeiten zieht, nehme ich mir solche kleinen Pausen bewusst, statt sie immer wieder auf später zu verschieben. Gönnst du dir auch ab und zu ein Bad nur für dich, oder ist bei dir eher die Dusche das Feierabendritual?


