Ein ruhiger Nachmittag am Fenster
Ich liebe diese Nachmittage gerade: Draußen wirbeln die ersten bunten Blätter vom Baum vor meinem Fenster, drinnen ist es warm und gemütlich. Ich sitze in meinem haferflockenfarbenen Strickcardigan auf meinem Lieblingsplatz am Fenster, das goldene Nachmittagslicht fällt herein, und ich nehme mir Zeit, meine Handcreme ganz bewusst einzumassieren. Meine Hände sind in dieser Jahreszeit oft das Erste, was unter dem Wetterwechsel leidet, und gleichzeitig das, was ich am liebsten vergesse zu pflegen.
Dabei sind es gerade meine Hände, die im Alltag am meisten leisten und am wenigsten Aufmerksamkeit bekommen. Also habe ich mir vorgenommen, ihnen jetzt, wo der Herbst da ist, bewusst ein bisschen mehr Zeit zu schenken, bevor der Winter mit seiner trockenen Kälte richtig einsetzt.

Warum Hände im Herbst so schnell rau werden
Meine Hände sind ständig im Einsatz: Sie waschen Geschirr, öffnen kalte Autotüren, halten den ersten heißen Tee der Saison. Die Haut dort ist dünner als an vielen anderen Körperstellen und hat kaum eigenes Fett, das sie schützt. Sobald es kühler wird und ich häufiger die Hände wasche oder draußen kalter Wind darüberstreicht, merke ich es sofort: Die Haut spannt, wird rau, an manchen Stellen fast schuppig. Das ist ein guter Moment, um die Handpflege wieder bewusster in den Alltag einzubauen.
Auch die Nägel und die Nagelhaut bekommen jetzt schneller kleine Risse und raue Kanten, gerade wenn ich viel draußen unterwegs bin oder öfter Handschuhe trage und wieder ausziehe. Deshalb gehört für mich zur Handpflege im Herbst nicht nur die Creme für die Haut, sondern genauso die Aufmerksamkeit für Nägel und Nagelhaut.
Das brauche ich für meine Handpflege-Routine
- Eine reichhaltige Handcreme, die ich in Reichweite habe, am Waschbecken, im Rucksack und am Nachttisch.
- Eine milde Seife ohne strenge Reinigungsstoffe für die tägliche Handwäsche.
- Ein Nagelhautöl oder etwas Sheabutter, um die Nagelhaut geschmeidig zu halten.
- Warme, weiche Handschuhe für die ersten wirklich kalten Tage draußen.
- Ein Holzstäbchen für die sanfte Nagelhautpflege nach dem Duschen.
- Eine dickere Nachtcreme oder etwas Vaseline für besonders beanspruchte Stellen vor dem Schlafen.

So gehe ich vor
Nach dem Händewaschen creme ich möglichst sofort nach, solange die Haut noch leicht feucht ist, so zieht die Creme besser ein. Beim Eincremen nehme ich mir bewusst ein paar Momente mehr Zeit und massiere jeden Finger einzeln, von der Fingerspitze bis zum Handgelenk, das fühlt sich fast wie eine kleine Massage an. Die Nagelhaut schiebe ich nach dem Duschen, wenn sie weich ist, vorsichtig mit einem Holzstäbchen zurück, statt sie zu schneiden.
Und sobald die ersten richtig kalten Tage kommen, ziehe ich draußen konsequent Handschuhe an, auch wenn ich sie manchmal in der Tasche liegen lasse, wenn es nur kurz nach draußen geht. Abends vor dem Schlafen trage ich zusätzlich eine besonders reichhaltige Nachtcreme auf und ziehe mir dünne Baumwollhandschuhe über, damit die Pflege über Nacht länger einwirken kann und die Bettwäsche sauber bleibt.
Am Wochenende gönne ich meinen Händen außerdem gern eine kleine Extraportion Pflege: Ich massiere etwas Öl oder eine besonders reichhaltige Creme ein, ziehe die Baumwollhandschuhe darüber und lasse alles eine Weile einwirken, während ich lese oder einen Film schaue. Diese kleine Pause tut nicht nur den Händen gut, sondern auch mir selbst, weil ich für diese Zeit einfach nichts anderes tun kann, als stillzuhalten.
Eine kleine Geste an mich selbst
Für mich ist das Eincremen der Hände inzwischen mehr als reine Pflege, es ist ein kurzer Moment am Tag, in dem ich innehalte. Gerade jetzt, wo der Herbst spürbar wird und der Winter näher rückt, tut mir das gut. So eine kleine Routine kostet kaum Zeit, macht aber einen spürbaren Unterschied, wenn die kalten Monate erst richtig beginnen. Wie ist das bei dir: Gehören deine Hände auch zu den Körperstellen, die du am ehesten vergisst zu pflegen?


