Vorfreude auf den ersten Schnee
Noch liegen bei uns bunte Blätter auf den Wegen, aber ich kann es kaum erwarten: dieses erste Knirschen von Schnee unter den Füßen, die klare kalte Luft, die die Wangen rosa färbt. Ich sehe mich schon vor mir, in meinem cremefarbenen Wollmantel und dem staubrosa Strickschal, wie ich mitten im leise fallenden Schnee stehenbleibe und mir meinen Lippenbalsam aus der Manteltasche hole, während um mich herum alles ganz still wird. Bis es so weit ist, nutze ich die ruhigeren Herbsttage, um meine Lippenpflege schon jetzt in Schwung zu bringen, denn wer im Winter weiche Lippen haben will, fängt am besten vorher an.
Für mich gehört dieses kleine Ritual inzwischen zum Jahreswechsel dazu wie der erste heiße Tee des Tages. Sobald die Temperaturen fallen, packe ich meine Lippenpflege-Utensilien wieder griffbereit ein und freue mich richtig auf diese ruhigen Momente mitten im Alltag.

Warum meine Lippen im Winter besonders leiden
Die Haut an den Lippen ist viel dünner als die restliche Gesichtshaut und hat keine eigenen Talgdrüsen, die sie vor dem Austrocknen schützen. Kalter Wind draußen, trockene Heizungsluft drinnen und der Griff zur heißen Tasse Tee, das alles fordert meine Lippen im Winter besonders heraus. Ohne Pflege spannen sie schnell, werden rau und fühlen sich unangenehm an. Deshalb gehört Lippenpflege für mich zur kalten Jahreszeit einfach dazu, so selbstverständlich wie der Schal.
Was ich außerdem gemerkt habe: Je trockener meine Lippen sind, desto öfter beiße oder knabbere ich unbewusst daran herum, wenn ich konzentriert arbeite oder nachdenke. Das macht die Sache dann nur noch schlimmer, weshalb ich versuche, so früh wie möglich gegenzusteuern, bevor die Lippen überhaupt erst rissig werden.
Das brauche ich für meine Lippenpflege-Rituale
- Einen reichhaltigen Lippenbalsam, den ich immer griffbereit habe, in der Manteltasche, auf dem Nachttisch und am Schreibtisch.
- Etwas Zucker, den ich mit ein wenig Honig oder Öl zu einem sanften Lippenpeeling vermische.
- Ein weiches Handtuch oder Wattepad, um das Peeling danach vorsichtig abzunehmen.
- Eine Wasserflasche für unterwegs, damit ich auch von innen an genug Flüssigkeit denke.
- Einen weichen Schal, den ich mir bei eisigem Wind gern locker vor Mund und Nase ziehe.
- Ein bisschen Geduld, gute Lippenpflege zeigt sich durch regelmäßiges Dranbleiben, nicht von einem Tag auf den anderen.

So gehe ich vor
Einmal in der Woche gönne ich meinen Lippen eine kleine Verwöhnpause: Ich massiere das selbstgemachte Zuckerpeeling ganz sanft mit den Fingerspitzen ein, kreisend und ohne Druck, und wische es danach vorsichtig ab. Direkt im Anschluss trage ich eine großzügige Schicht Lippenbalsam auf, damit die Lippen die Pflege richtig aufnehmen können. An den anderen Tagen creme ich einfach mehrmals täglich nach, vor allem bevor ich nach draußen gehe und noch einmal, bevor ich abends ins Bett falle.
Und ich versuche, mir das Lecken an den Lippen abzugewöhnen, so verlockend es bei einem Spannungsgefühl auch ist, das trocknet auf Dauer nur noch mehr aus. Wenn ich merke, dass ich es doch wieder tue, greife ich lieber direkt zum Balsam, statt der Gewohnheit nachzugeben. Auf langen Spaziergängen im Freien lege ich mir außerdem einen kleinen Balsam-Tiegel griffbereit in die Manteltasche, damit ich unterwegs jederzeit nachlegen kann, ohne extra stehen bleiben zu müssen.
Vor dem Schlafengehen trage ich noch einmal eine besonders dicke Schicht Balsam auf, denn über Nacht kann die Pflege in Ruhe einziehen, ohne dass Wind oder Kälte dazwischenfunken. Morgens wache ich dann mit angenehm weichen Lippen auf, was für mich der schönste Start in einen kalten Tag ist.
Kleine Gewohnheit für ein gutes Gefühl
Am Ende sind es die kleinen Rituale, die den Winter für mich angenehmer machen. Ich mag das Gefühl, wenn meine Lippen weich und gepflegt sind, wenn ich draußen im Schnee stehe und lächle, ohne dass es zieht oder spannt. Vielleicht ist es am Ende gar nicht die aufwendigste Pflege, die den größten Unterschied macht, sondern einfach die Regelmäßigkeit, mit der ich kleine Gesten wiederhole, Tag für Tag, bis sie ganz von selbst dazugehören. Machst du dir eigentlich auch schon Gedanken über deine Winterpflege, oder überrascht dich der erste Frost jedes Jahr aufs Neue?


